Die Lesetour »Saison in der X-Hölle« ist die Selbstdarstellung eines einsamen Desperados der Metropolen. Die lyrischen Provokationen werden durch eine exzessive Performance bei seinen Lesungen für das Publikum erlebbar. ›In diesem kosmischen Irrenhaus ist Einsamkeit die letzte Zuflucht und ich bin nie einsamer als auf der Bühne‹, so Gerry X.

 

 

Mit bissigen Statements wird auf das aktuelle politischen Geschehen eingegangen und kurze Geschichten aus Gerry X’ Licht- & Schattenleben erzählt. Der Wortkünstler erzeugt durch seine Performance eine gespannt-provokante Atmosphäre. Tabus werden gebrochen – das menschliche Dasein wird aufgesprengt im Spannungsfeld der Themen Vertrauen/Angst und Liebe/Tod.

Die X-Hölle wird spürbar, aber auch dargestellt als unabdingbare Durchgangsstufe, um zur vollständigen, dionysischen Bejahung des Lebens zu gelangen. ›Es ist der menschliche Geist, der ‚Ja’ sagt zum Leben. Bloß zu atmen bedeutet keine reine Bejahung‹ (Gerry X).

Die »Saison in der X-Hölle« ist ein wortgewaltiges Spektakel – Seelenfleisch im Höllenfeuer. Obwohl viele dunkle Seiten der menschlichen Existenz ausgeleuchtet werden, bleibt der Eindruck, dass die »Saison in der X-Hölle« ein Schrei nach Liebe ist. Diese Liebe, die Hingabe bedeutet, wird als einzig sinngeladener Lebensweg dargestellt; sie ist letztlich die Formel der Poètes Maudits, wie sie Arthur Rimbaud, Dylan Thomas oder Charles Bukowski in ihrer Lyrik beschworen.

Das Literatur-Event »Eine Saison in der X-Hölle« wird im Laufe diesen Jahres deutschlandweit zu sehen sein.