Am Morgen des tausendsiebten Tag
Verunglückter Liebe,
Aus seinem Siriustraum erwachend
Unter seeigem Himmel,
Der grau aufwolkend
Vom Scheitel der Nacht hinabfloss
Und Frühjahrs Tag- & Nachtgleichen Horizont bog
Wie Winters der Schnee zur Aberdämmerung,
Schatten von Baumgerippen
Auf nassfensterwarmen Asphalt.
Ein Taubenschwarm im Ellenbogen
Seiner Verzweiflung nistete.
Des läufigen Wahns Hydraulik
Ließ blindlings ihn hoffen,
Endlich vergänglich zu erreichen
Die andere Seite des Morgens
- Dunkle Seite des hellen Morgenmonds.
Und mit den Wassern kalter Mondseen
Zu löschen den äonenalten,
Vielnamigen Durst.
Am tausendsiebten Tag
Gestrandeter Liebe …
Fort spann sich die Hyperbel seiner Sehnsucht,
Unverwundenes vom Himmel regnete,
Streute Salz in klaffende Wunden.
Ein Herzmuskelfaserriss sirrte
Wie eine gesprungene Saite
In seiner entrückten Brust.
Am tausendsiebten Tag
Verunfallter Liebe …
Quantenschaum segnete sein Hirn
Wie des Schlachters feingetrimmte Maschinen
Das todesfürchtige Schlachttier.
Ein blutiger Strahl
Aus der Vulva
Der zwiegeschlechtlichen Sonne schoss,
Umschloss frühjahrsgeneigten Horizont.
Am tausendsiebten Tag
Siriusferner Liebe …
Der Mond verschwand
Grußlos in der Venenbahn der Erde.
Und zurück blieb ein von Sehnsucht
Leergesaugtes Herz,
Sabbernd auf dem Asphalt.
Am tausendsiebten Tag…

